Kundalini Yoga:

Kurz Infos:

Kundalini Yoga, auch bekannt als “Yoga des Bewusstseins”, ist eine Art von Yoga ideal für diejenigen, die die uralte indische spirituelle Praxis erleben wollen. Einfach gesagt, diese Art von Yoga ist nicht nur ein Fitness-Training, um ins Schwitzen zu geraten und ein paar Kilo zu verlieren. Der stetige Wechsel zwischen passiven und aktiven Kundalini Yoga Übungen sorgt dafür, dass die natürliche Energie und Kraft des Körpers geweckt werden.

Bei diesem Yogastil werden Körperübungen mit Entspannungstechniken vereint, Mantras gesprochen und meditiert. Die Energie im Körper wird durch verschiedenste Yogapositionen und Atmungsübungen aktiviert und zum Fließen gebracht. Es ist nicht zwingend notwendig, aber unterstützt, wenn man im Allgemeinen für Spiritualität offen ist und sich für Atemtechniken interessiert.

 

Kundalini Yoga ist der mit Abstand am häufigsten gesuchte Yogastil in Deutschland. Es gibt sogar ein eigenes Europäisches Yogafestival vom 02.-10. August 2014 in Château de Fondjouan, Frankreich. Das nächste Kundalini Yogafestival in Deutschland wird vom 3HO Deutschland e.V. organisiert und findet von 25. Mai bis zum 1. Juni in Wardenburg, Niedersachsen statt.

 

 

 

 

 

 

Kundalini Yoga Trend in Deutschland
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Visualisierung der 7 Chakren im Kundalini Yoga
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Kundalini-Yoga Allgemein:

Yoga – in all seinen verschiedenen Ausprägungen und Facetten – ist bestens geeignet, um Problemen wie Stress, Schlaflosigkeit, Rückenschmerzen, Bewegungsmangel, Nervosität, Konzentrationsschwäche und Stimmungsschwankungen entgegen zu wirken. Dabei stellt sich der Erfolg umso deutlicher ein, je regelmäßiger und langfristiger die Techniken angewandt werden. Es ist eine Selbstschulung, in der man lernt, aus der positiven Erfahrung, die einem die Übungen vermitteln, gesundheitsorientierte und lebensbejahende Gewohnheiten zu entwickeln und zu erhalten.

 

Die Ursprünge:

Die Ursprünge des Yoga reichen zeitlich sehr weit zurück. Ausgrabungen in Nord- und Nordwestindien belegen, dass sich die Menschen in den hoch entwickelten Kulturen des Indus-Tales schon vor 4000 Jahren mit Yoga befassten.
Yoga ist auch ein Teil des Ayurveda, des Wissens vom Leben, dass seine Wurzeln in der indischen Antike hat. Ayurveda ist mindestens 5000 Jahre alt und gilt als eines der ältesten medizinischen Systeme.
Während vieler Jahrhunderte gab es nur eine kleine Elite, die Yoga praktizierte. Jeder Yogameister gab sein Wissen und seine Methode an einige wenige ihm treu ergebene Schüler weiter. Erst während des 20. Jahrhunderts gab es eine spürbare Veränderung dieser Situation, als indische Lehrer und Ärzte anfingen, einem größeren Publikum Yoga zu erklären. Vor allem in den 60er Jahren und später, als einige Lehrer östlicher Techniken sich im Westen niederließen, begann sich das Yoga auch im Westen zu verbreiten.
Einer, der viel dazu beigetragen hat, das Interesse an Yoga zu wecken, war der berühmte Violinist Sir Yehudi Menuhin. Er litt an einer Verkalkung der Schulter, was seine Karriere zu beeinträchtigen drohte. Durch verschiedene Yogaübungen wurde seine Schulter wieder beweglich und er konnte sein Musizieren fortsetzen. Seinen großen Erfolg als Musiker hat er immer auch seiner Yoga- und Meditationspraxis zugeschrieben.
Viele Millionen Menschen in der ganzen Welt praktizieren heute Yoga in all seinen verschiedenen Formen.
In Deutschland breitet sich Yoga derzeit besonders schnell aus.

Eine wachsende Zahl von Firmen bieten ihren MitarbeiterInnen Yogakurse als Teil ihres Gesundheitsprogramms an.

 

Was ist Kundalini Yoga?

Kundalini Yoga ist verwandt mit anderen Yoga formen wie Hatha Yoga. Es ist aber in vielen Übungen dynamischer, gerade weil es sich stark auf das Spüren der eigenen Lebensenergie richtet. Der Atem hat einen zentralen Stellen wert und wird praktisch während aller Übungen bewusst geführt. Auch Meditation, in sehr vielen Variationen, wird bei jeder Übungsreihe als vertiefende Achtsamkeitsschulung und Fortsetzung der Körperübungen auf anderer Ebene geübt. Kundalini Yoga wurde am Ende der 60er Jahre durch Yogi Bhajan aus Nord-Indien in den Westen gebracht.

 

Yogi Bhajan

Yogi Bhajan ist der Lehrer, der Kundalini Yoga im Westen bekannt gemacht hat. Er wurde am 26. August 1929 in Kot Harkarn im damaligen Indien und heutigen Pakistan als Sohn eines Arztes geboren. Er interessierte sich sehr früh für medizinische Fragen und natürliche Heilweisen und studierte von klein auf Yoga. Im Alter von 16 Jahren wurde er durch Sant Hazara Singh, seinem Lehrer, zum Meister des Kundalini Yoga erklärt. Er besuchte viele spirituelle Lehrer in verschiedenen Ashrams in Indien und im Himalaja und absolvierte daneben ein wirtschaftswissenschaftliches Studium an der Universität des Panjab. Nach dem Diplom gründete er eine Familie und begann eine erfolgreiche Laufbahn im indischen Staatsdienst. Gleichzeitig erweiterte er seinen Erfahrungshorizont als Yogi und verbrachte einige Jahre mit Karma Yoga im Goldenen Tempel in Amritsar/ Nordindien, dem wichtigsten Tempel der Sikhs.
1968 wurde er nach Kanada eingeladen, um an der Universität von Toronto Yoga zu unterrichten. Von dort führte sein Weg nach Los Angeles, wohin er seine Frau und seine drei Kinder nachholte und wo die 3HO Organisation auf seine Initiative hin entstand. Die drei `H´ stehen für healthy, happy, holy (gesund, glücklich, ganzheitlich), die drei Lebensgrundrechte, die durch Kundalini Yoga gefördert werden. Sie entsprechen der yogischen Philosophie der Einheit von Körper, Geist und Seele. Heute praktizieren weltweit schätzungsweise 500.000 Menschen Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan.
Heute gibt es mehr als 300 Kundalini Yoga Zentren in 35 Ländern.

 

Weitere Informationen unter www.yogibhajan.com

 

Yogi Bhajan – Yogi, spiritueller Lehrer und Friedensstifter

Siri Singh Sahib, Mahan Tantric, Friedensstifter

 

Als hingebungsvoller Sikh motivierte seine Inspiration Tausende, den Weg des Sikhismus einzuschlagen. Durch seinen Einsatz wurde Sikh Dharma 1971 als Religion in den USA anerkannt. In Würdigung seines außergewöhnlichen Einflusses erhielt er den Titel Siri Singh Sahib als religiöser Führer der Sikhs in der westlichen Hemisphäre. 1971 wurde er „Mahan Tantric“ – einziger lebender Meister des Weißen Tantra Yogas und leitete Workshops in der ganzen Welt an. Als Befürworter des Weltfriedens und der religiösen Einheit beriet Yogi Bhajan politische und religiöse Führer. Nach einem erfüllten Leben, in dem er sich ganz dem Kundalini Yoga hingab, starb Yogi Bhajan am 6. Okober 2004 in Espanola/Neu Mexiko.

 

Kundalini Yoga – die Praxis:

Die Kundalini Yoga Asanas (Übungen) und Kriyas (Übungsreihen) sind zugleich dynamisch und meditativ, kräftigend und entspannend, heilend und belebend. Sie bieten in ihrer Kombination aus Körperhaltungen und Bewegungsabläufen, inneren Konzentrationspunkten und Atemführung sowie dem Gebrauch von Mantras (Meditationsworten), Mudras (Handhaltungen) und Bhandas (innerer Energielenkung) eine ungeheure Vielfalt an Möglichkeiten, einen individuellen Schwerpunkt zu finden.
Manchen sind die Bewegungsübungen am wichtigsten, bei denen man auch mal ordentlich ins Schwitzen geraten kann. Andere bevorzugen die ruhigen Streck- und Haltungsübungen, die durch den geführten Atem und den Fokus der Konzentration, z.B. auf den Punkt zwischen den Augenbrauen, eine befreiende Entspannung der Gedanken bewirken können. Wieder anderen liegen die gesungenen Mantra-meditationen am meisten, die den Geist erheben und die eigene Situation zu relativieren helfen.
Alle diese Elemente sind in einer typischen Kundalini Yogastunde enthalten.
Zuerst stimmt man sich ein (Log-In), dann wird unter Anleitung eine vorgegebene Übungsreihe durchgeführt, die sowohl statische als auch dynamische Übungen enthalten kann und immer den bewussten Atem einbezieht. Danach folgt eine Tiefenentspannung und im Anschluss eine kleine Meditation - meist mit Hilfe von Mantras und Mudras.


 

Für wen?

Kundalini Yoga ist für Menschen geeignet, die einen Ausgleich für den Stress im Alltag finden, ihren Körper gesund erhalten und ihrem Geist tiefere Einsichten ermöglichen wollen.
Da es das Ziel des Kundalini Yoga ist, die Lebensenergie (Kundalini) in allen Chakren (Energiezentren im Körper, denen bestimmte Bewusstseinsebenen zugeordnet werden) frei fließen zu lassen, führt die Praxis nicht in die einsame Zurückgezogenheit einer Eremitage, sondern mitten hinein ins Leben. Sie hilft, den Alltag mit Gelassenheit und Flexibilität zu meistern.

 

Kundalini Yoga ist u.a. verwandt mit anderen Yoga- formen wie Hatha Yoga. Gleichzeitig wurde es bereits Millionen von Stunden praktiziert und stetig weiterentwickelt. Es ist in vielen Übungen dynamischer als Hatha Yoga, gerade weil es sich stark auf das Spüren der eigenen Lebensenergie richtet. Der Atem hat einen zentralen Stellen- wert und wird praktisch während aller Übungen bewusst geführt.

Auch Meditation, in sehr vielen Variationen, wird bei jeder Übungsreihe als vertiefende Achtsamkeitsschulung und Fortsetzung der Körperübungen auf anderer Ebene ausgeübt.

 

Man kann sich diese Technologie etwa wie einen unfassbar großen Apothekerschrank vorstellen, aus dem wir in der Lage sind, alles zu schöpfen, was wir für die Verbesserung und/ oder Erhaltung unserer Gesundheit und unserer geistige Weiterentwicklung brauchen.

 

 

Eine Kundalini Einheit genauer betrachtet:

Eine Kundalini Übungslektion teilt sich in drei Abschnitte auf:

 

1. Kriya (Übungsreihe mit Körperübungen)


2. Tiefenentspannung


3. Meditation

 

Sowohl Körperübungen wie auch Meditationen werden mit einer bestimmten Absicht – Anregung der Organe, Drüsen, Auflösung von Blockaden, Verminderung von Angst, Stress, Schlaflosigkeit, Erweiterung des Bewusstseins – ausgewählt.

 

Die Tiefenentspannung ist ein wesentliches Instrument zur Integration der durch die Körperübungen generierten Energie.

 

Jede Kundalini Yoga Übung beinhaltet drei Aspekte:

 

Asana, die Körperhaltung

Pranayama, die Atemführung

Dhyana, die Meditation

 

1. Asana – Körperhaltung:

Es gibt im Kundalini Yoga ungefähr 50 Basishaltungen. Alle bekannten Haltungen des Hatha Yoga wie Pflug, Dreieck, Kobra, Bogen oder Brücke gehören dazu. Im Kundalini Yoga wird der Kopfstand mit dem Schulterstand ersetzt, da er unproblematisch für die Nackenwirbelsäule ist. Neben einer fokussierten Ausführung der Übungen und einer allmählichen Steigerung der Flexibilität, geht es im Kundalini Yoga auch um Entspannung, körperliche Gesundheit, Vitalität und nicht zuletzt um Bewusstseinserweiterung.

 

2. Pranayama – Atemführung

Wie wir atmen, hat mit unserer Lebenskraft und unserem Lebensgefühl zu tun. Deshalb ist das richtige und intensive Atmen sehr wichtig. Viele Menschen atmen oberflächlich unvollständig und nur im Bereich des oberen Zwerchfells.

Dies kann leicht zu Nervosität führen und macht anfällig für Stress und Negativität. Um sich davon zu befreien, ist eine vollständige Atmung grundlegend. Im KY atmet man im Normalfall durch die Nase ein und aus. Die zwei grundlegenden Atemformen sind: langer, tiefer Atem und Feueratem.

 

Langer tiefer Atem:

Dieser Atem wirkt in entspannend und gibt ein Gefühl von innerem Frieden. Er wird langsam und tief durchgeführt. Die Einatmung besteht aus drei Phasen:

Entspanne deinen Bauch, so dass das Zwerchfell Raum hat, sich nach unten auszudehnen. Fülle den Brustkorb mit Luft. Der Brustkorb weitet sich aus.

Fülle die Lungenspitzen. Brustbein und Schlüsselbein heben sich.

Die Ausatmung beginnt oben. Die Muskulatur wird in umgekehrter Weise entspannt.

Es heißt auch, beim Einatmen dehnen wir uns in die Weite und beim Ausatmen

werden wir länger.

Die Qualität unseres Ausatmens bestimmt die Qualität unseres Einatmens.

Daher liegt der Schwerpunkt sogar eher beim richtigen Ausatmen.

Einatmen tun wir von ganz allein.

Oder anders:

Wer gut geben (ausatmen kann), der kann auch besser empfangen (Einatmen).

 

Feueratem:

Diese Atemtechnik wirkt reinigend und regenerierend. Es ist ein kräftiger „Blasebalg-Atem", der nur mit Bauch und Zwerchfell durchgeführt wird. Beim Einatmen wölbt sich der Bauch nach außen, beim Ausatmen nach innen. Ein- und Ausatmungsphase sind gleich lang. Anfänger führen den Feueratem langsam durch, dafür achten sie auf Regelmässigkeit. Fortgeschrittene atmen ungefähr zweimal pro Sekunde. Achtung, dass keine paradoxe (umgekehrte) Atmung entsteht – beim Einatmen Bauch einziehen, beim Ausatmen Bauch nach vorne wölben. Dies führt zur Hyper-Ventilation.


 

Dhyana – Meditation:

Meditation ist ein integraler Bestandteil des Kundalini Yoga. Von der Einsicht ausgehend, dass wir unseren Körper nicht vollständig entspannen können, solange unser Geist mit seinem endlosen Programm von Plänen, Sorgen, Ängsten fortfährt (Kopf-Kino). Da es nicht möglich ist, seinen Geist auf Befehl in Leerlauf zu setzen, bringen wir ihn zur Ruhe, indem wir ihn auf bestimmte Punkte oder Wörter fokussieren. Dies sind der Punkt zwischen den Augenbrauen, der Nabelpunkt und der Scheitelpunkt.

Sie spielen auch
energetisch eine wichtige Rolle.

 

Mantras – Mudras – Bahndas:

Die Kundalini Yoga Asanas und Kryas bieten in ihrer Kombination aus Körperhaltungen und Bewegungsabläufen, inneren Konzentrationspunkten und Atemführung sowie dem Gebrauch von Mantras Mudras und Bhandas eine ungeheure Vielfalt an Möglichkeiten an individuellen Schwerpunkten zu arbeiten.

 

Mantras:

Die Fokus Wörter werden Mantras genannt. "Man" heißt Geist, "Tra" heißt Projektion. Sie sind Konzentrationswörter, die dazu dienen den Geist auszurichten und zu beruhigen. Durch ihren Klang wirken sie entspannend und heilend auf Körper, Geist und Seele. Die folgenden Mantras werden in allen Kundalini Yoga Klassen gebraucht:

 

Das Anfangsmantra (Log in):

 

ONG NAMO GURU DEV NAMO


 

Ich begrüße die Kosmische Energie (Ong) und den erhabenen (dev) Weg,
der uns vom Dunkeln (Gu) ins Licht (Ru) führt.

 

Anschließend wird dreimal das Schutzmantra rezitiert:

 

AD GUREH NAMEH
JUGAD GUREH NAMEH
SAT GUREH NAMEH

SIRI GUTU DEVEH NAMEH


 

Ich verbinde mich mit der Weisheit,
die immer war, die durch alle Zeitalter ist, die wahre Weisheit,
die erhabene großartige Weisheit“.

 

Das Abschlussmantra (Log out):

 

May the long time
Dieses Lied schließt den KY Unterricht ab, gefolgt vom Abschluss-Mantra Sat Nam. May the long sun shine upon you
all love surround you and the pure light within you
guide your way on. Lass sie ewige Sonne auf dich scheinen Liebe dich umhüllen
und das reine Licht in deinem Innern
dir den Weg weisen.

 

SAT NAM (Dauer 7-1) Wiederholung 3X, das Nam eine Terz tiefer.

 

SAT = NAM = SAT NAM:

WAHRHEIT IDENTITÄT WAHRE IDENTITÄT

 

 

Kundalini Yoga Mantras werden in einer speziellen Sprache, Gurmukhi, die uns mit dem inneren Klangstrom verbindet gesungen. Das Wort "Guru-Mukh buchstäblich aus dem Mund des Guru". Während "Gurmukhi" gesprochen wird, ist es eine poetische Wiedergabe. In einem Skript für die geistlichen Schriften soll geschrieben stehen, dass das Chanten (gesprochener Singsang) mit der gleichzeitigen Ausübung eines Mudras (Handhaltung) sowie der Ausführung einer speziellen Atemführung bereits eine eigenständige, hoch wirksame Meditation ist. Hierbei liegt im Klang der Wörter die tiefe Wahrheit der Meditation.

 

Bei der richtigen Aussprache dieser alten Kundalini Yoga Worte schwingen verschiedenen Teile des Gaumens und die Zunge berührt diverse Meridianpunkte. Das wiederum wirkt ausgleichend und anregend auf verschiedenen Teile des Körpers und des Gehirns.

Lausche deinem inneren Klangstrom über viele Minuten oder Stunden und kombiniere das mit Mantra Gesängen, um dir Sicherheit sowie Kraft zu geben und einen Focus zu halten.

Dieses wird einen inneren Zustand des Bewusstseins (Erleuchtung) und Veränderungen herbeiführen.

 

Es gibt 84 Meridianpunkte am Gaumen, die durch die Zunge stimuliert werden können. Diese Meridianpunkte , stimulieren wiederum den Hypothalamus, welcher die Zirbeldrüse aktiviert. Wenn die Zirbeldrüse strahlt, erzeugt sie einen Impuls in der Hypophyse. Wenn die Hypophyse Impulse gibt, sondert das gesamte Drüsensystem Sekrete ab und ein Zustand der Glückseligkeit kann erfahren werden.

Das ist die Wissenschaft und damit „HighTech“.

 

Yogi Bhajan sagt, dass das Mantra Yoga vielleicht eines der ältesten Wege der Selbstverwirklichung ist.

Mantras sind Ur- Klänge, die die Muster des Geistes und die Chemie des Gehirns verändern.

Die alten Weisen beschreiben Mantra als Samen, die, wenn sie reifen das Göttliche in dir wachsen lassen.

 

 

Auswirkungen der Meditation bei verschiedenen Zeiten:

 

Wenn Du 3 Minuten täglich meditierst, wirkt es auf das Magnetfeld, den Kreislauf, und die Zusammensetzung des Bluts.


 

Wenn Du 11 Min. meditierst, beeinflusst es das Nervensystem und die Drüsen.


 

Wenn Du 22 Min. meditierst, bringt es die drei Aspekte des Geistes (positiv/negativ/neutral) ins Gleichgewicht.


 

Wenn Du 31 Min. meditierst, wirken die Drüsen, der Atem und die Konzentration auf der Ebene der Zellen und der Körperrhytmen.



Wenn Du 62 Min. meditierst, wirkt es auf die graue Zellen des Neokortex im Gehirn. Dein unterbewusster „Schatten“ wird integriert.


 

2,5 Stunden verändert die Psyche in ihrem Zusammenspiel mit der elektromagnetischen Umgebung, so dass das Unterbewusste durch den umgebenden universellen Geist unterstützt wird. (Yogi Bhajan)

 

Das Mantra SAT NAM wird zudem bei den Yoga Übungen dazu benutzt, den Fokus aufrecht zu halten: Beim Einatmen wird im Geist "Sat" und beim Ausatmen „Nam“ rezitiert.

Die Mantras im Kundalini Yoga stammen aus dem Gurmukhi, einer dem Sanskrit verwandten heiligen Sprache, die sich durch ihre Klangfolgen besser eignet als das Deutsche.

 

 

Disziplinierte Praxis und die Auswirkungen:

Wir Praktizieren für:

 

40 Tage, um eine Gewohnheit zu ändern.

 

90 Tage, um die Gewohnheit zu bestätigen.

 

120 Tage damit die neue Angewohnheit ein Teil von uns ist

 

1000 Tage damit wir die neue Gewohnheit gemeistert haben.

 

 

Mudras:

Mudras sind Hand- und Fingerhaltungen, die bestimmte Meridiane stimulieren und Energieverbindungen herstellen.

Gyan Mudra für Wissen, Ruhe und Empfänglichkeit

Gyan Mudra ist das am häufigsten benutzte Mudra. Daumen (Ego – das Ich) und Zeigefinger (Jupiterfinger – steht für Weisheit und Wachstum) werden zusammengelegt. Das stimuliert Wissen, innere Ruhe und Empfänglichkeit.

Venusschloss für sexuelle Ausgeglichenheit:

Das Venusschloss ist ein weiteres häufig gebrauchtes Mudra. Der Name leitet sich daraus ab, dass die Daumen (Ego) mit den Venushügeln unterhalb der Daumenwurzeln in Verbindung gebraucht werden. Venus steht für die Kräfte der Sinnlichkeit und Sexualität, die durch dieses Mudra ins Gleichgewicht gebraucht werden.

 

Bahndas:

Bahndas – Körperschleusen – bewegen die Körperenergie und wirken dadurch positiv auf das Bewusstsein und die Selbstheilungskräfte. Sie sorgen für die Kanalisierung der Lebensenergie Prana in die Hauptenergiebahnen; Nadis. Jede Körperschleuse wirkt auf den Blutkreislauf, stimuliert das Fließen der Rückenmarkflüssigkeit und übt einen spezifischen Druck auf die Nerven aus.

Nackenschleuse (Jalandhara Bandh) für den Fluss der Energie.

Die Nackenschleuse (Jalandhara Bandh) ist eine der wichtigsten Körperschleusen im Kundalini Yoga. Sie wird bei allen Übungen und Meditationen angewendet, sofern es nicht anders vorgeschrieben ist. Durch die Nackenschleuse kann Prana (Lebensenergie) ungehindert zum Gehirn und zu den Drüsen im Kopfbereich fließen.

Wurzelschleuse (Mulbandh) – zur Aktivierung der Energie

Die Wurzelschleuse (Mulbandh) wird im Kundalini Yoga sehr häufig benutzt, um die Energie der unteren drei Chakras – Rektum (Enddarm), Geschlechtsorgane und Nabelpunkt – zu koordinieren und zu kombinieren. Mulbandh integriert die Energie, die durch die Übungen aktiviert wurde.

 

 

Wichtige Hinweise für die eigene Praxis:

Am besten sollte man zwei Stunden vor den Yogaübungen nichts mehr essen. Trinken ist kein Problem. Im Gegenteil; Wasser vor, nach und sogar während des Unterrichts ist gut, um den inneren Reinigungsprozess zu unterstützen.

Frauen, die gerade ihre Menstruation haben, schonen sich beim Yoga. Übungen, bei denen Druck auf den Bauch entsteht werden nicht oder weniger intensiv gemacht.

Wer ein Wirbelsäulenproblem hat oder in medizinischer Behandlung ist, bespricht das mit der Lehrperson und achtet während den Übungen auf die eigenen Grenzen.

Es ist empfehlenswert barfuß zu üben.

Um tiefgreifende und dauerhafte Veränderungen durch Yoga zu erreichen, ist es wichtig, regelmäßig zu üben – auch zu Hause. Besonderes eignet sich dabei der frühe Morgen, ab 04.00 Uhr.

 

 

Allgemeine Tipps:

 

Bei Knieproblemen

Knieprobleme (oder andere Gelenkprobleme) machen es manchmal schwierig, längere Zeit im Schneidersitz zu sitzen oder bestimmte Bewegungen auszuführen. Dagegen hilft drei Mal täglich ein Becher „Goldene Milch“:
1/8 Esslöffel Gelbwurz (Curcuma, Turmeric)
¼ Tasse Wasser
2-4 Kardamom Schoten
1 Zimtstange
6-8 Min. bei mittlere Hitze kochen lassen
Füge 1 Tasse Milch hinzu (kann auch Soja- oder Reismilch sein) und erhitze sorgfältig. 
Nimm den Topf vom Herd und rühre 1 Teelöffel Mandelöl und ½ Teelöffel Honig unter.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Gelbwurz als Schmerzmittel bei arthritischen Problemen wirksamer ist als übliche allopathische Medikamente.

 

Eine Meditation um Migräne vorzubeugen:

Sitze in einfacher Haltung, die Augen geschlossen und leicht auf dem Punkt zwischen den Augenbrauen ausgerichtet. Spreize die Finger und setze sie neben deinem Körper auf den Boden. Beim Einatmen, stelle Dir vor, wie Du deine Körperenergien zum Kopf bringst, beim Ausatmen stelle Dir vor wie du die Energien vom Kopf aus durch die Hände und Finger hindurch wie Wasser in den Boden abfließen lässt. Es ist, als ob du eine Klappe öffnest und das Wasser fließt ab.
Zeit: 11 Min.
Am schönsten ist es, diese Übung draußen zu tun, während Du tatsächlich auf der Erde sitzt, aber sie wirkt überall.

 

Bei Verspannung des unteren Rückens:

Die Beckenschaufel: lege Dich in die Rückenlage, stell die Knie auf, die Fußsohlen flach auf den Boden. Hebe einatmend ohne Anstrengung das Becken um ca. 10 cm, ausatmend lass’ es wieder herunter. Wiederhole 100 Mal. Die Übung entspannt die unteren Rückenstrecker und hilft, die Bandscheiben im unteren Wirbelsäulenbereich zu regenerieren.

 

Warum soll eine Übungsreihe oder Meditation 40 Tage wiederholt werden?

Der Geist besteht aus 40 Teilen. Während eines 40-Tage Zyklusses ist jeweils ein Teil davon dominant. Wenn Du eine Übungsreihe oder Meditation 40 Tage lang durchhältst, erzielst Du damit eine bleibende Veränderung: jeder Teil Deines Geistes wird beeinflusst. Jedoch darfst Du keinen einzigen Tag auslassen, sonst ist die Kette durchbrochen und Du musst neu beginnen.

 

Kokosnuss-Eiskrem für Kinder:

Wirkt besonders gut bei einem Ungleichgewicht der Metalle (Eisen, usw.) im Körper.
Nimm Kokosmilch (kann man im Naturkost- oder Asialaden bekommen) und mische etwas Erdnussbutter hinein. Rühre diese Mischung in warme Milch, die so lange gekocht hat, dass eine dicke Haut oben auf schwimmt. Gib das Ganze mit Bananen zusammen mit Kardamom-Schoten und etwas Nelkenpulver in einen Mixer (dabei bitte die Innenseite der Bananenschale ausschaben, in der sich das dringend notwendige Kalium befindet). Ab ins Gefrierfach! Je nach Vorliebe kannst Du die Menge der Ingredienten variieren.

 

Regeneratives Fasten:

Wenn Dein Körper aus dem Gleichgewicht ist und Du lange Zeit nicht gut für Dich selbst gesorgt hast, hilft meist das regenerative Fasten. Es handelt sich um eine so genannte Mono-Diät, in der Du nur ein Lebensmittel isst, in diesem Fall: Zucchini. Eine Woche lang, oder besser noch zwei Wochen, sollst Du nur rohe Zucchini essen. Iss nur die kleinen, jungen Zucchini, mit sehr zarter Schale, nicht die großen. Die Diät dauert von Neumond bis Vollmond oder umgekehrt. Diese Periode wird im Yoga als Zyklus des Biorhythmus- betrachtet: eine Diät in dieser Länge ist beständiger in ihrer Wirkung.

 

Mandeln mit Haut während der Menstruation:

Die Haut von Mandeln hat zusammenziehende Eigenschaften, deshalb ist es normalerweise besser sie zu schälen (eine Nacht in kaltem Wasser legen und die Schale entfernen oder kurz unter kochendes Wasser halten). Auch während der Menstruation ist es gerade gut für eine Frau, Mandeln mit Schale zu essen. Einfach morgens zum Frühstück in leichtem Öl (wie Mandelöl) sautieren und mit Honig essen.

 

Abends spät nichts mehr essen:

Nachts schaltet Deine Verdauung die „Aufnahme“ ab und die „Reinigung“ an. Deshalb ist es wichtig, zu dieser Zeit keine Nahrung im Verdauungssystem zu haben. Es kann dann nicht gut aufgenommen und verwendet werden, wird eher gespeichert und trägt zu Deinem Fettpolster bei. Auch behindert es massiv die nachts im Körper stattfindenden Reinigungsprozesse. Deshalb sollte die letzte Nahrung spätestens drei Stunden vor dem Schlafen gehen zu sich genommen werden.

 

Fasten an Vollmond, Neumond und am 11. Tage nach Neumond

Bei Neumond sind unsere Drüsen und damit unsere Emotionen am wenigsten aktiv, bei Vollmond am stärksten. Am 11. Tag nach Neumond bist Du in der Mitte der beiden Extreme, in der „Dämmerungs-Zone“. Ein Fasten an diesen drei Tagen wirkt deshalb besonders tief. Trinke viel Wasser mit etwas Zitrone, wenn Dir kalt ist, mische etwas Ingwersaft hinein.

 

Die Haare als Vitamin-Quelle:

Es ist kein Zufall, dass der Mensch die längsten Haare aller Lebewesen hat. Ihre Aufgabe ist es, das Gehirn zu nähren. Das Gehirn braucht Vitamin D, Phosphor, Metalle und pranische Energie. Die Menge Vitamin D, die die Haare zum Gehirn bringen ist unglaublich. Also besser die Haare so wenig wie möglich oder gar nicht schneiden.

 

Grüne Diät zur Entsäuerung:

Die Diät macht den Körper basischer, hilft, Gewicht zu verlieren, Akne und andere Hautproblemen zu lösen und die Leber zu reinigen. Sie ist ganz einfach: 40 Tage lang isst Du nur grüne Lebensmittel. Alles, was grün ist, darfst Du essen. Das bedeutet natürlich viele grüne Blattgemüse, Salat, Avocados, Sprossen und (außer bei Akne) alle grünen Obstsorten, wie Weintrauben, Honigmelonen, grüne Äpfel. Aber auch Oliven, Artischocken und Mung Bohnen (grüne Sojabohnen) gehören dazu. Einmal die Woche, wenn Du das Gefühl hast, mehr Eiweiß zu brauchen, iss eine Handvoll Nüsse oder eine Portion Getreide, - versuch aber nicht Zuviel zu nehmen, da Du dann den Zweck der Diät zunichte machst und eventuell davon Magenkrämpfe bekommst. Yogi Tee (im Naturkostladen zu kaufen) kannst Du natürlich immer zusätzlich zur Diät trinken. Am Ende der Diät füge erst anderes Obst zu Deiner Nahrung hinzu, dann Getreide und schließlich Milch-Produkte.

 

Yoga bei Jetlag:

Diese Meditation kannst du machen, um dich nach einem Flug wieder zu erden. Es funktioniert!
Setz dich in die einfache Haltung. Streck deine Zeigefinger aus und halte die anderen Finger mit dem Daumen zur Faust geschlossen. Chante SA TE NAM, SA TE NAM, WAH HE GURU, WAH HE GURU. Bei SA und WAH berühren sich die Fingerspitzen der Zeigefinger auf Höhe des Herzzentrums. Bei NAM und GURU berühren die Fingerspitzen den Boden seitlich des Körpers; die Arme sind dabei gestreckt. Mache die Bewegung in einer Geschwindigkeit von ca. 1 Sekunde pro Berührung. Der Blick ist auf die Nasenspitze gerichtet. 11 Min.

 

 

 

5. FAQs (Häufig gestellte Fragen)

 

Was ist der Unterschied zwischen Kundalini Yoga und Hatha Yoga?
Kundalini Yoga, wie es durch Yogi Bhajan gelehrt wird, umfasst viele verschiedene Bereiche, zu denen u.a. Asanas und Kriyas (Körperübungen und Übungsreihen) gehören. Die Übungen im Kundalini Yoga sind im allgemeinen dynamischer als im Hatha Yoga und sie sind immer mit Atemführung, innerer Konzentration und dem Gebrauch eines Mantras (Meditationswörter) verbunden. Sie werden in fest vorgegebener Reihenfolge angeleitet, die darauf angelegt ist, eine optimale spezifische Wirkung zu erzielen. Nach der Entspannungsphase gehört als Fortsetzung der Körperübungen auf anderer Ebene eine Meditationsübung zu jeder Unterrichtseinheit. Hier spielen Mantras eine zentrale Rolle, ebenso aber auch Mudras (spezielle Finger- und Armhaltungen) sowie innere oder äußere Konzentrationspunkte. Extreme Beugungen, Drehungen und Spreizungen sowie Kopfstand und Übungen mit Hilfsmitteln gehören nicht zum Kundalini Yoga.

 

Geht es um Erleuchtung?
Wenn die Lebensenergie (Kundalini) eines Menschen ganz erwacht ist, erweitert sich sein Bewusstsein hin zu universellem Bewusstsein. Diesen Zustand nennt man Erleuchtung. Im Kundalini Yoga ist dies ein sehr allmählicher und fast unmerklicher Prozess. Man erwarte darum keine plötzlichen inneren Lichtexplosionen. Was man erleben wird, ist vielmehr ein unmittelbares Gefühl großer Lebendigkeit und Wachheit und eine allmählich zunehmende Bewusstheit und Ausstrahlung. Und, wie es ein taoistischer Weiser etwa ausdrückte: Vor der Erleuchtung Essen kochen, Abwaschen, Aufräumen, nach der Erleuchtung Essen Kochen, Abwaschen, Aufräumen.

 

Was ist die Kundalini-Energie?

Der Mensch besteht nicht nur aus Fleisch und Blut, sondern ist vor allem ein Energiewesen. Man nennt im Yoga die einem Menschen zur Verfügung stehende Energie seine Kundalini-Energie. Da sie selten vollständig genutzt wird, wird sie in der Wissenschaft des Yoga oft bildlich als aufgerollte, schlafende Schlange dargestellt und bedeutet wörtlich übersetzt "die Locke im Haar des Geliebten’. Wenn wir anfangen, uns lebendiger, unternehmungslustiger und voller Lebensfreude zu fühlen, ist dies ein Hinweis darauf, dass die Kundalini-Energie erwacht ist. Kundalini Yoga, wie andere Yogaformen auch, ist ein guter Weg, diesen Prozess behutsam zu unterstützen. Unter Erleuchtung wird der Zustand verstanden, in dem die Kundalini-Energie ganz erwacht ist. Der Mensch empfindet dann ein tiefes Glücksgefühl in der Einheit mit dem Ganzen.

 

Was ist eine spontane Kundalini-Erfahrung?


Es kommt vor, dass Menschen eine spontane Erweckung der Kundalini-Energie erleben, auf die sie meist nicht vorbereitet sind und die sie dann sehr verunsichern kann. Oft haben solche Menschen entweder vorher Drogen konsumiert oder einen starken körperlichen oder seelischen Schock erlitten. Yoga kann ihnen helfen, wieder „Boden unter die Füße“ zu bekommen, weil es die Nerven stärkt und die Energie im ganzen Körper verteilt. Auf jeden Fall ist es ratsam, in einer solchen Situation jemanden zu konsultieren, der Erfahrung mit diesem Phänomen hat und geistigen oder psychologischen Beistand bieten kann.

 

Was ist wichtiger: Yoga-Übungen oder Meditation?

Körper und Geist sind auf vielen Ebenen miteinander verbunden - der Körper beeinflusst den Geist und der Geist den Körper. Wenn wir den Körper durch die Übungen wieder an seine ursprüngliche Gesundheit und Schönheit heranführen, klären sich die Gedanken und das Bewusstsein, und wenn wir unseren inneren „Quasselapparat“ durch Meditation zur Ruhe bringen können, entspannt sich auch der Körper. Ein Beispiel hierfür ist die unmittelbare Wirkung, die bereits ein paar tiefe Atemzüge in einer Stresssituation haben können: sie beruhigen, entspannen und helfen, das Wesentliche ins Auge zu fassen.

 

Was sind Mantras?


Das Wort Mantra setzt sich zusammen aus zwei Silben: "Man’ bedeutet "Geist’/ "Verstand’, und "Tra’ bedeutet "werfen’/ "projizieren’. Mantras helfen dem Geist, sich auf einen ruhigen, meditativen Zustand einzulassen. Sie sind wie ein Geländer, an dem der Geist sich festhalten kann. Während man ein Mantra in Gedanken oder gesungen immer weiter wiederholt, lässt man auch seine Klangschwingung auf sich wirken, die von den alten Yogis schon vor Jahrtausenden entdeckt und beschrieben wurde. Die Bedeutung der Mantras ist in vielen Variationen immer wieder dieselbe, nämlich die Einheit des Großen Ganzen. Wir erinnern unseren Geist an diese Erkenntnis, die durch den Klangstrom des Mantras auch physisch erfahrbar wird und dazu beiträgt, dass wir unser Urvertrauen wieder finden. Mantra-Klangproben aus dem Kundalini Yoga

 

Mit welchen Veränderungen kann ich rechnen, wenn ich mit Yoga anfange?


Das Körperbewusstsein wächst, der Körper wird kräftiger, flexibler und widerstandsfähiger, Ausdauer und Konzentration nehmen zu.
Das zeigt sich in einer aufrechteren Körperhaltung, verbesserter Stimmungslage und stärkeren Nerven.
Wenn man Yoga über einen längeren Zeitraum regelmäßig betreibt, verändert sich letztendlich das ganze Leben - weil man mit seinem Körper keinen Schindluder mehr treiben möchte, weil man seiner inneren Bestimmung gemäß leben und alle Beziehungen auf eine aufrichtige Basis stellen möchte. Man erkennt die Folgen des eigenen Handelns und will es so gestalten, dass man dazu stehen kann.

 

Gibt es unangenehme Veränderungen?

Am Anfang - und manchmal auch später, wenn es ans „Eingemachte“ geht - können Gelenkschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Stimmungseinbrüche auftauchen - meistens sind es Reinigungsreaktionen des Körpers, auch auf emotionaler Ebene, die nach einer Weile wieder abklingen. Der Körper verändert sich ja durch das Üben, man könnte das als „Wachstumsschmerzen“ bezeichnen. Bei Unsicherheit darüber ist eine Abklärung mit jemand Fachkundigem ratsam.

 

Gibt es Risiken?


Ein Risiko besteht grundsätzlich dann, wenn jemand vorher eine schwere Krankheit durchgemacht hat oder noch damit zugange ist, oder wenn eine Schädigung des Körpers oder der Nerven z.B. durch einen Unfall oder durch Drogen vorliegt. Wenn man Psychopharmaka oder entsprechende Medikamente regelmäßig nimmt, ist es nicht ratsam, intensiv Yogaübungen zu betreiben. In allen diesen Fällen sollte man unbedingt einen sachkundigen Arzt oder Heilpraktiker zu Rate ziehen. Im Allgemeinen unterstützt Yoga jedoch den Körper in seiner Gesundung und Selbstheilung.
Ein Risiko kann auch dann entstehen, wenn man ohne sinnvolle Vorbereitung auf eigene Faust extreme Übungen ausprobiert oder trotz ernster Warnsignale des Körpers durchpowert. Die Gefahr wäre dann z.B., wie es ja auch aus dem Sport bekannt ist, dass man sich heftigen Muskelkater holt oder den Rücken überstrapaziert. Man kann dann auch in eine Art High-Zustand geraten, aus dem man vielleicht tagelang nicht wieder herauskommt. Das könnte einen selbst, Angehörige und mit solchen Zuständen nicht Vertraute beunruhigen und möglicherweise zu vorschnellen Reaktionen veranlassen. Normalerweise legt sich so eine Phase aber wieder von selbst. Wenn man sich Sorgen macht, ist es ratsam, sich an jemanden zu wenden, der Schulung und Erfahrung im Yoga hat. Sicherheitshalber sollte man sich nur im geschützten, beobachteten Rahmen unter fachkundiger Anleitung an Neues heranwagen.

 

Ist Kundalini Yoga eine Religion oder eine Sekte?


Nein, aber es weckt die Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens und nach der Beziehung zum Göttlichen.
Die Wirkungen des Kundalini Yoga resultieren aus der persönlichen kontinuierlichen Yogapraxis des Einzelnen, nicht aber aus der Übernahme etwaiger Glaubenssätze, wie es für den Erfahrungsprozess innerhalb einer Sekte kennzeichnend wäre. Das Kundalini Yoga wird von den LehrerInnen nicht exklusiv als der einzige, sondern als ein möglicher Weg zu mehr Gesundheit, Ausgeglichenheit und Selbstbestimmung aufgefasst und vermittelt.

 

Muss ich aufhören, Christ zu sein?


Keineswegs. Yoga ist unabhängig von einer bestimmten Religion. Die indischen Religionen stehen in ihren Praktiken der Philosophie des Yoga jedoch näher als andere Lehren. Im allgemeinen stärkt Yoga spirituelles Empfinden, und es gibt Untersuchungen, die belegen, dass etwa 30 % der Menschen, die sich mit Yoga oder vergleichbaren Techniken beschäftigen, ihre christlichen Wurzeln wieder entdecken (vgl. Andritzky, Walter, 1997).

 

Warum tragen einige Kundalini YogalehrerInnen einen Turban?


Ein Turban ist ein etwa 5m langes Baumwolltuch, das so um den Kopf gewunden wird, dass es bestimmte Meridianpunkte an der Stirn drückt, die die Konzentrationsfähigkeit und Klarheit fördern. Energetisch schützt der Turban den Kopf vor dem Wirrwarr von Schwingungen, denen wir besonders in der Großstadt ausgesetzt sind. Er erzieht ebenso wie weiße Kleidung zu Achtsamkeit und Selbstachtung. Der Turban wird von Sikhs als Teil ihrer Lebensführung im Sikh Dharma getragen, und manche YogalehrerInnen sind Sikhs. Darüber hinaus verwenden ihn einige LehrerInnen, die keine Sikhs sind, im Yogaunterricht, um die erläuterten energetischen Wirkungen zu nutzen.

 

 

 

Love & Light

 

 

 

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